YouTube und andere Videos

6. September 2010 um 21:12 Uhr

Manche Sachverhalte lassen sich auch mit vielen Bildern oder Diagrammen nur sehr schwer anschaulich machen. Wie angekündigt, gibt’s jetzt auf vielen MaterialSeiten auch Videos insbesondere von YouTube. Videos aus anderen Quellen, deren Nutzung auf fremden Webseiten gestattet ist, sind mir nur sehr wenige bekannt. Die Nutzung von YouTube-Videos hat natürlich auch ihre Schattenseiten:

  • YouTube-Videos dürfen für fremde Webseiten nicht kopiert (und nicht verändert) werden
  • wenn der Autor das Video aus dem Netz nimmt, dann ist es einfach weg!
  • auch wenn ein Video nur einige hilfreiche Sequenzen enthält, muss man das ganze Video anbieten
  • manche interessanten Videos sind nicht werbefrei
  • viele aufschlussreiche Videos kommen aus dem englischen Sprachraum
  • einige nützliche Videos sind leider viel zu kurz, andere aber auch viel zu lang(weilig)

Ich habe trotzdem schon bei der Suche viel dazugelernt und hoffe, dass dies die Attraktivität von IT-online (nicht nur für Schüler) weiter erhöht. Auch zu diesem Problem sind Kommentare sehr erwünscht!


Ich bin Google, deine Suchmaschine (5)

30. März 2010 um 12:18 Uhr

oder: Was du da sagst und zeigst, das kennen wir schon längst!

Google-Nutzer werden das kennen, dass die Anzeige von Suchergebnissen plötzlich abbricht (obwohl Google angeblich noch weitere Zehntausende Treffer gefunden hat) mit der Bemerkung:

Um Ihnen nur die treffendsten Ergebnisse anzuzeigen, wurden einige Einträge ausgelassen, die den … bereits angezeigten Treffern sehr ähnlich sind.
Sie können bei Bedarf die Suche unter Einbeziehung der übersprungenen Ergebnisse wiederholen.

Google hat also eine Ähnlichkeit festgestellt. Was kann damit gemeint sein?

Ich habe z.B. nach “Atomkraftwerk Sicherheit” gesucht. Ein Artikel, der zu begründen versucht, warum unsere Atomkraftwerke sicher sind, wird wahrscheinlich im Wesentlichen die gleichen Stichworte beinhalten, wie ein Aufsatz, der die Sicherheit in Zweifel zieht. Der gravierende Unterschied zwischen beiden Artikeln lässt sich aus mehreren Suchbegriffen allein nicht erkennen, er ergibt sich erst aus dem Zusammenhang, dem Verständnis des jeweiligen Artikels.

Wenn ein Webcrawler diese Texte aber gar nicht wirklich verstehen kann, welche der 100.000 “ähnlichen” Texte (die alle die gleichen Suchbegriffe enthalten) zeigt Google uns dann an?

Da ich diese Frage für die Textsuche nicht beantworten kann, schauen wir uns das Problem am Beispiel der Bildersuche an.

Google Bildersuche: site:it-material.de
Google: Ähnliche Bilder suchen
Google: Ähnliche Bilder suchen (Seite 2)


Das erste Bild zeigt einen Ausschnitt der Suche nach allen Bildern von IT-online. Es wurde kein weiterer Suchbegriff eingegeben, damit Google nicht vorher schon weiß, was auf dem Bild zu sehen ist. Rechts unten ist das Bild der Simulation eines Auffahrunfalls zu sehen mit der Google-Aufforderung “Ähnliche Bilder suchen”.

Wenn man hier klickt, erhält man die Anzeige, die im zweiten Bild zu sehen ist. Links oben ist wieder mein Originalbild zu sehen und dann kommen alle “ähnlichen” Bilder. Dieses Ergebnis ist eigentlich voll daneben, denn Google hat offensichtlich nur “rotes Auto” erkannt und weder das Thema Simulation noch den Unfall! Blättert man eine Seite weiter, dann sieht man zwar immer noch keine Simulation, aber immerhin einen Auffahrunfall.

Was bedeutet das nun? Wenn eines der anderen simplen Autobilder auch zu meiner Webseite gehören würde, dann hätte Google bei einer Suche vielleicht immer nur das rote Auto angezeigt und niemals das Bild mit der Unfallsimulation, da Google beide Bilder ja für ähnlich hält.

Damit möchte ich keinesfalls sagen, dass die googlebots oder die nachgeschalteten Analyseprogramme dumm sind. Gerade auf dem Gebiet der Bilderkennung haben KI-Programme enorme Fortschritte gemacht. Die beiden folgenden Bilder geben einen Hinweis, was möglich ist.

Google: Ähnliche Bilder suchen
Google: Ähnliche Bilder suchen


Links oben ist jeweils wieder das Originalbild zu sehen und dann kommen die gefundenen ähnlichen Bilder – die Ergebnisse sind beeindruckend! Entweder war hier schon eine sehr intelligente Bilderkennung am Werk oder Google hatte jeweils die richtigen Stichworte in der Datenbank.

Wenn man Pech hat, erhält man aber auch solche Ergebnisse bei der Ähnlichkeitssuche:

Google: Ähnliche Bilder suchen
Google: Ähnliche Bilder suchen
Google: Ähnliche Bilder suchen
Google: Ähnliche Bilder suchen


Bei diesen Beispielen besteht die Ähnlichkeit bestenfalls aus einer ähnlichen Farbgebung. Inhaltlich haben die meisten angezeigten Bilder mit der Vorlage nichts gemeinsam!

Mir ging es hierbei in erster Linie darum, zu zeigen, wie weit wir bei allen Recherchen im Internet schon abhängig sind von den Ergebnissen intelligenter Programme – von ihren erstaunlichen Fähigkeiten, aber auch von ihren Irrtümern und Grenzen. Und meist werden wir nicht wissen, ob wir gerade ein besonders gutes oder ein miserables, eingeschränktes Suchergebnis erhalten haben.

Bei einer wichtigen Recherche sollte man daher lieber mehrere verschiedene Suchmaschinen befragen und nicht sagen: “Ich hab das gegoogelt, das gibt es nicht!”.


Ich bin Google, deine Suchmaschine (4)

30. März 2010 um 07:20 Uhr

oder: Was du denktst, wen interessiert das?

Zwei meiner Materialseiten werden seit vielen Wochen täglich mehrfach besucht, andere Seiten wurden noch nie aufgerufen. Woran kann das liegen? Sind diese zwei Seiten wirklich so interessant?

Gibt man bei der Google-Bildersuche “earth” ein, so wird an 2. oder 3. Stelle ein wunderschönes Bild der Erdkugel (gesehen aus dem Weltall) angezeigt – das Bild von meiner Webseite! Bei dieser guten Positionierung ist es kein Wunder, dass diese Seite jetzt täglich mehrfach aufgerufen wird. Dieses Bild stammt natürlich nicht von mir sondern ist eine (legale) Kopie eines Bildes der ESA. Das hat googlebot bisher noch nicht herausgefunden (obwohl ich ordnungsgemäß die Originaladresse direkt unter dem Bild notiert habe).

Google Bildersuche: earth


Gibt man bei der Google-Bildersuche “erde” ein, dann wird “meine Erdkugel” nicht angezeigt. Warum ist das so?

Mein Bild hat den nichtssagenden Namen “sv003.jpg” (das mag Google eigentlich gar nicht), aber in meinem zugehörigen Text steht “full-disc Earth image” und das hat Google gespeichert. Da der Suchbegriff “earth” sehr häufig eingegeben wird und die Surfer dann meistens mein Bild angeklickt haben, hielt Google dieses Bild für relevant und schob es in der Suchanzeige immer weiter nach vorne.

Hätte ich den englischen Originaltext übersetzt und “Bild der vollen Erdscheibe” geschrieben, dann hätte ich bei Google nie so einen guten Platz erreicht. Wer sucht schon nach “Erdscheibe”?

Mein zweiter Spitzenreiter ist das Bild eines IBM ThinkPad R51. Hier liegt “mein” Bild z.Zt. sogar auf Platz 1!

Google Bildersuche: ibm thinkpad


Warum ist das so und wem nützt das?

Eines der wichtigsten Kriterien für Google ist die Relevanz eines Materials – gemeint ist hierbei seine Bedeutung, Wichtigkeit und Aktualität – aus der Sicht von Google!

Diese Relevanz hat mit dem Inhalt von IT-online, mit den Informationen, die ich für wichtig und aktuell halte, überhaupt nichts zu tun. Kann es auch nicht, denn heutige Webcrawler sind bei weitem nicht intelligent genug, um einen Text oder eine bestimmte Anordnung von Bildern wirklich zu verstehen. Ein solches Verständnis ist von Google auch gar nicht beabsichtigt. Google interessiert nicht, was ich für wichtig halte, sondern was die Google-Nutzer wichtig finden. Das herauszufinden ist einfach: Google zählt die Klicks auf seiner Webseite!

Alles, was oft gesucht und angeklickt wird, ist relevant und wandert in der Anzeige allmählich nach vorn, alles andere wird immer weiter nach hinten geschoben.

Ist das nicht einfach genial?!

Aber warum erinnert mich das jetzt an die Boulevardpresse?

Ist es nicht auch so, dass meine Weltkugel auch deshalb so oft angeklickt wird, weil sie einen vorderen Platz hat, und dass sie deshalb noch weiter nach vorne rückt und deshalb noch häufiger angeklickt wird und…

Vielleicht gibt es eine viel schönere Weltkugel auf Google-Seite 10, die aber schwerer zu finden ist und deshalb nicht so oft angeklickt wird und deshalb immer weiter nach hinten rutscht?

Ich denke, dass das Zählen von Klicks, das Berechnen einer Relevanz als Grundlage für die Auswahl und Reihenfolge der Präsentation von Informationen durch einen so großen und einflussreichen Informationsdienst sich hier als konservative Strategie entpuppt.

Und dies war wohl schon seit der Gründung im Jahr 1998 die Philosophie von Google. Der Name beruht ursprünglich auf einem Schreibfehler. Gemeint war “Googol”, in der Mathematik die Zahl 10100, eine 1 mit 100 Nullen – Google, der Zahlenriese!


Ich bin Google, deine Suchmaschine (3)

29. März 2010 um 18:30 Uhr

oder: Wichtig ist was wir gefunden haben!

Die Bedeutung der Stichworte, die Googles Crawler ausgewählt haben, darf nicht unterschätzt werden, wie das folgende Beispiel zeigt.

Ein immer wieder erfolgreicher Unterrichtsblock war zum Thema: “Die Peripherie des Computers“. Die entsprechende Themenskizze fand der googlebot unter

Themenskizze: Peripherie

Auf dem Bild erkennt man sofort, welche ergänzenden Stichworte hier wichtig sind – und wenn nicht, dann stehen die wichtigsten ja noch mal unter dem Bild. Ein Webcrawler hat es da schon schwerer, denn den grafischen Text auf dem Bild kann er (natürlich) nicht lesen, die Stichworte darunter schon.

Der googlebot hat sich stattdessen aber den Begriff “hinterlassen” gemerkt aus der Zeile “Hinterlassen Sie eine Nachricht”. Dieses Stichwort kannte er, denn er hatte es schon 3.530 mal gefunden

Google Bildersuche nach 'informationstechnik peripherie'
Google Bildersuche nach 'informationstechnik peripherie hinterlassen'


Sucht man bei Google nach “informationstechnik peripherie“, dann wird die entsprechende Themenskizze von IT-online auf Platz 1 angezeigt… super!
Nimmt man den Begriff “hinterlassen” dazu, dann erhält die erste Googleseite fast nur noch Materialien von IT-online… noch besser?

Die Entscheidung des Crawlers hat “hinterlassen” zu einem der wichtigsten Suchbegriffe für Materialien von IT-online gemacht. Das ist natürlich sehr ärgerlich, denn wer in aller Welt sucht schon nach “hinterlassen”! Ändern könnte ich das nur, indem ich meinen Seitenaufbau an die Unzulänglichkeiten des googlebot anpasse und dann mehrere Wochen (Monate?) warte, bis Google alle meine Seiten neu eingelesen und die Änderung bemerkt hat. Das ginge mir aber doch entschieden zu weit!

Hinweis:
Eine ausführliche Anleitung zum Unterrichtsblock “Die Peripherie des Computers” gibt es unter Peripheriegeräte


Ich bin Google, deine Suchmaschine (2)

29. März 2010 um 01:08 Uhr

oder: Wenn’s dir nicht passt, kannst du ja geh’n!

Z.Zt. gibt es weltweit über 200 Millionen Wesites und jede besteht i.d.R. wiederum aus vielen Unterseiten und auf jeder Seite stehen nicht nur viele Worte, sondern auch viele Adressen auf weiteres Material (Texte, Bilder, Videos…). Insgesamt ergeben sich so weit über 1 Billion (1.000.000.000.000) URLs (Adressen) im WWW (World Wide Web).

Eine Suchmaschine kann zwar versuchen, alle diese Seiten und Materialien zu speichern, eine schnelle Suche ist so aber nicht möglich.

Hier kommen die Webcrawler ins Spiel. Das sind “intelligente” Programme (Software), die aus der ungeheuren Menge an Informationen die wichtigen Texte und Bilder mit den dazugehörigen Stichworten herausfiltern müssen.

Der Webcrawler einer Suchmaschine “sieht” eine Webseite natürlich nicht wie wir in vielen Farben mit fetten Überschriften, mit bunten Bildern, animierten Grafiken und Videos. Ein Webcrawler “sieht” nur den zugehörigen HTML-Quelltext – eine Bleiwüste aus Texten, Codeworten und Adressen (der jeweiligen Bilder und Videos).

Kleiner Ausschnitt aus der Startseite von IT-online - wie googlebot sie sieht


Wie kann er dann aber beurteilen, was auf dieser Seite wichtig ist?

Die Webcrawler sind Programme mit Künstlicher Intelligenz (KI), d.h.

  • sie tun das, was der Programmierer von Google ihnen vorgegeben hat
  • sie lernen beim Crawlen dazu und optimieren selbstständig ihr weiteres Verhalten wie alle anderen KI-Programme auch
  • und sie machen Fehler wie jede andere Software (im Schnitt 1 Fehler pro 1.000 Programmzeilen)

Und was auf diese Weise herausgefiltert wurde, kommt bei Google in eine riesige Datenbank und die beantwortet alle unsere Suchanfragen.

Menschen könnten diese gewaltige Recherche im Internet niemals durchführen und die Menschen von Google können das, was die Crawler tatsächlich tun, auch nicht wirklich kontrollieren, denn die Crawler verhalten sich als KI-Programme ja auf jeder Webseite ein bisschen anders…

Der Code dieser Crawler-Programme gehört zu Googles bestgehüteten Geheimnissen. Wir können nur hoffen, dass Google seinem Motto (“Don’t be evil” – “Tue nichts Böses”) treu bleibt, dass die Programmierer im Stress nicht zu schlampig gearbeitet haben und dass sich die “intelligenten” Programme nicht zu oft irren.

Dass sie sich häufig irren, hat wohl jeder schon mal bei einer Google-Suche festgestellt, wenn ein Artikel aufgelistet wird, in dem nichts Brauchbares zu dem Suchbegriff steht oder wenn ein Bild angezeigt wird, das etwas völlig anderes darstellt (dazu demnächst mehr).

Ein wichtiges Kriterium, das die Crawler beachten, ist die Häufigkeit eines Begriffs auf einer Webseite (möglichst häufig, aber nicht zu häufig).

Googlebot hat viele wichtige Stichworte auf IT-online gefunden, aber das wichtigste Stichwort von IT-online ist nicht etwa “Informationstechnik” oder “Unterricht” sondern “Pfeil” – sagt Google, denn der googlebot hat es insgesamt 23.052-mal gefunden. Tatsächlich gibt es Pfeile bei IT-online nur zur Navigation zu den einzelnen Absätzen und von einer Seite zur anderen. Für einen normalen Besucher der Webseite taucht das Wort “Pfeil” niemals auf – dieses Wort ist nur im HTML-Quelltext zu finden und garantiert ein normgerechtes XHTML und eine möglichst barrierefreie Webseite! All dies hat der googlebot noch nicht verstanden: “Pfeil” als Stichwort ist völliger Unsinn!!!

Spielt dieser Irrtum überhaupt eine Rolle?

Google-Suche nach 'informationstechnik schule'
Google-Suche nach 'informationstechnik schule pfeil'


Die Google-Bildersuche nach “informationstechnik schule” zeigt die Themenskizze “Peripheriegeräte” von IT-online auf Platz 15. Immerhin … toll… aber warum gerade diese Themenskizze???

Die Google-Bildersuche nach “informationstechnik schule pfeil” zeigt auch diese Themenskizze… jetzt auf Platz 1… super… wir ahnen warum… aber Sinn macht das nicht!!!

Die Liste der Pannen ließe sich beliebig verlängern. Zum Glück findet Google ja häufig die richtigen Stichworte. Darüber freuen wir uns, aber ein fader Nachgeschmack bleibt. Denn Google bietet uns keine Möglichkeit, solche Fehler zu melden, geschweige denn Einfluss auf die Indizierung von Webseiten zu nehmen. Wir müssen Google nehmen wie es ist – oder zu einem anderen Suchdienst wechseln! aber zu welchem?


Ich bin Google, deine Suchmaschine (1)

29. März 2010 um 00:39 Uhr

oder: Wer ist der Beste im ganzen Land?

Als IT-online vor einem halben Jahr in neuer Version offiziell ins Netz ging, meldete ich die Seite (mit Sitemap) gleichzeitig bei den Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing (Microsoft) an. Die Webcrawler (Spider, Searchbots) aller drei Dienste kamen und sahen sich die Seite an. Nach kurzer Zeit kam googlebot wieder und verbrachte viele hundert Stunden mit dem Sammeln von Daten und Analysieren der Website. Seitdem wird IT-online bei Google-Suchanfragen gut positioniert und die Zahl der täglichen Besucher wächst ständig.

Googlebot lernt IT-online kennen


Yahoo begnügte sich monatelang mit wenigen kurzen Besuchen und Bing kommt nur ab und zu, um zu sehen, ob die Startseite noch existiert. Über Yahoo kamen inzwischen “schon” drei Besucher, von Bing noch keiner.

Bei der Suche ist Google offensichtlich noch einsame Spitze, was hätte ich nur ohne Google gemacht?

Mit Hilfe der Google Webmaster-Tools erfährt man, welche Seiten Google besucht und wieviele Seiten Google in seinen Index aufgenommen hat.

Meine Sitemap verweist z.Zt. auf gut 7.000 Seiten/Materialien – im Google Index befinden sich davon knapp 4.000. Das ist eine ganze Menge, das ist wunderbar, aber das sind längst nicht alle Seiten.

Google hat also eine Auswahl getroffen – aber welche? und nach welchen Kriterien?


Die Qual der (Themen)Wahl…

9. September 2009 um 00:53 Uhr

Der Vorschlag mit dem EVA-Prinzip war vielleicht nicht der Renner …

Mir ging es aber in erster Linie um die Darstellung von Arbeitsweisen, mit denen ein IT-Lehrer sich das Leben vielleicht ein wenig erleichtern könnte.

Welche Themen soll man wählen?

Ich muss gestehen, dass ich mich diesbezüglich nicht sachkundig gemacht habe. Ich kenne die aktuellen Rahmenpläne der einzelnen Bundesländer für den Informationstechnischen Unterricht nicht. Ich weiß aus Berlin, dass zumindest die Präambel des Rahmenplans dem Lehrer weitestgehende Freiheiten einräumt.

Alle Versuche, die Inhalte zu Katalogisieren waren meines Wissens i.d.R. Makulatur bevor sie veröffentlicht wurden. Die Informationstechnik durchdringt die Gesellschaft in exponentiell wachsendem Maße (vgl. Moore’sches Gesetz). Diese Entwicklung entzieht sich unserer Einflussnahme und damit auch der Planbarkeit durch Schulbehörden (oder Lehrmittelverlage).

Die Schule – und damit der Unterricht – wird mit diesen Gegebenheiten konfrontiert und ist gezwungen, damit “zu leben” – unabhängig von noch so wohlgemeinten und wohlformulierten Vorgaben! Das Handy mit Videos unter der Bank während des Unterrichts ist Realität! Nur gut, dass bisher noch kein Schüler in der Lage war, sich vom Handy aus in den Schulserver einzuhacken … aber auch das ist wohl nur eine Frage der Zeit …

Hier versucht sich IT-online einzuklinken. Die aktuellen Trends und (mit zunehmender Geschwindigkeit) auf uns zukommenden Trends (vgl. z.B. Ubiquitous Computing) sind zuerst im Internet erfahrbar.

Wenn wir die dabei entstehenden Chancen, aber auch die dadurch erwachsenden Probleme und Gefahren, nicht wahrnehmen und nicht thematisieren, stehen wir auf verlorenem Posten!

Und in diesem Sinne – wie versprochen – hier noch ein paar Anregungen in Form von Themenskizzen (alle Texte und Bilder natürlich aus IT-online!):

Themenskizzen zu “Computer und Umwelt”:

(Ein Bild sagt oft mehr als 1000 Worte)

Drucker und Umwelt
Computer und Umwelt (1)
Computer und Umwelt (2)


Alles zu negativ…?

Themenskizze zu “Nachtsicht”:

Nachtsicht


Das waren so ein paar Ideen aus meinem Unterricht … aber ich muss zugeben, dass ich an meiner Schule wohl der Einzige war, der so etwas gebrauchen konnte!

Wo steckt im letzten Thema die Informationstechnik?
Wie könnte man das im Unterricht einsetzen?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das für andere Lehrer von Interesse ist…
Sollte ich das dennoch fortsetzen?


Unterrichtsvorbereitung … darf’s etwas weniger sein?

7. September 2009 um 14:25 Uhr

Es war einmal ein Stundenentwurf, der hatte 30 Seiten: Analyse der Unterrichtsbedingungen, pädagogisch-didaktische Vorüberlegungen, Grobplanung, Feinplanung, Alternativplanung, Motivationsphase, Verlauf … Tafelbild … Anlagen.

Es waren einmal viele Stunden – vorbereitet nach der sog. Schwellenpädagogik …

Wie wäre es ersatzweise mit einer Themenskizze? So ein Mittelding zwischen einem Merkzettel, einem grafischen Stundenentwurf, einem Tafelbild, einer Präsentationsfolie, einem Arbeitsbogen …

Zum Beispiel zum Thema “Das EVA-Prinzip” hier zwei alternative Themenskizzen:

Das EVA-Prinzip
Das EVA-Prinzip


Wie geht das?

  1. Öffne ein beliebiges Text- oder Präsentationsprogramm
  2. Öffne bei IT-online die Seite Rechner/Rechnerarchitektur/Das EVA-Prinzip.
  3. Ordne das Programm- und das Browser-Fenster so nebeneinander an, dass beide Fenster gleichzeitig zu sehen sind – zumindest teilweise ;-) .
  4. Suche das Thumbnail des gewünschten Bildes und klicke es an, damit das Bild in Originalgröße erscheint (benutze für Arbeitsunterlagen nie die kleinen Thumbnails – deren Auflösung ist viel zu schlecht!)
  5. Klicke nun auf das Original, halte die linke Maustaste gedrückt (sonst schließt sich das Fenster wieder!) und ziehe das Bild auf die leere Arbeitsfläche des Text- oder Präsentationsprogramms (das war Drag & Drop).
  6. Alternativ hierzu geht es natürlich auch mit Copy & Paste: Das große Originalbild mit der rechten Maustaste anklicken, “Grafik kopieren” mit linker Maustaste auswählen, auf die freie Arbeitfläche des Text- oder Präsentationsprogramms klicken, rechte Maustaste drücken und “Einfügen” mit der linken Maustaste auswählen (oder einfach die Tasten [Strg] + v drücken).
  7. Diese Vorgänge für alle gewünschten Bilder wiederholen.
  8. Korrigiere Position und Größe der Bilder, füge ggf. Text hinzu, fertig…

Vorbereitungsdauer maximal 10 Minuten + evtl. noch mal in die zugehörigen Texte hineinlesen!

Vielleicht muss man sich auch gar nicht auf einen (Frontal-)Unterrichtsvortrag vorbereiten, wenn man IT-online hat. Mit etwas Einhilfe könnten die Schüler das dann vielleicht selbst herausfinden ???

OK … ich weiß aus leidvoller Erfahrung (über 30 Jahre Gesamtschule im Problemkiez Neukölln in Berlin), dass das nicht in jeder Klasse/Gruppe möglich ist … aber versuchen könnte man es vielleicht …

Wenn man sich die Arbeit zu diesem Thema weiter erleichtern möchte, dann empfehle ich, vorher das Thema Peripherie-Geräte zu behandeln – vielleicht auch mal mit IT-online:

UnterrichtsThemen/Peripherie-Geräte

wird fortgesetzt…


IT-online – was soll das sein?

3. September 2009 um 01:04 Uhr

IT-online ist gedacht als Hilfestellung für den Informationstechnischen Unterricht in der Schule. Dies gilt für alle Schularten und alle Schulstufen.

IT-online ist (noch) nicht die Stelle, wo man schnell ein paar Arbeitsbögen für die nächste Stunde ‘runterladen kann. Hier wird sich in nächster Zeit noch einiges tun … aber ich fürchte – aus langjähriger Erfahrung – dass auch dann noch viele unzufrieden sein werden, denn IT-online verfolgt (bisher) etwa folgende “Philosophie”:

  • Der IT- Unterricht sollte mehr sein als eine Einführung in Word, Paint und Excel und ein bisschen Surfen im Internet …
  • Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) begleitet und prägt unseren Alltag und ein guter IT- Unterricht sollte dem Rechnung tragen.
  • Das Internet ist die umfassendste und aktuellste Quelle für Materialien, mit denen man wesentliche Aspekte unseres informationstechnischen Zeitalters ins Klassenzimmer holen kann.

IT-online versucht also, die Bedeutung der Informationstechnik für unseren Alltag – die Chancen, aber auch die Probleme – in Bild und Text zu dokumentieren. Versteht es bitte in erster Linie als Anregung und Ideensammlung.

Es versteht sich von selbst, dass all dies nicht zum Unterrichtsgegenstand gemacht werden kann oder soll. Hier kann nur ein exemplarisches Prinzip greifen!

  • Die Materialien sollen Anregung geben für eigene Unterrichtsthemen (vgl. hierzu auch die – z.Zt. noch nicht ausgeführten – Vorschläge Sitemap Themen
  • Alle Materialien dürfen innerhalb pädagogischer Einrichtungen selbstverständlich beliebig genutzt werden.
  • So lassen sich mit IT-online durch Drag & Drop oder Copy & Paste schnell individuelle Arbeitsunterlagen (Folien, Arbeitsbögen …) zusammenstellen (erste Beispiele im nächsten Beitrag!).
  • IT-online will den IT-Lehrern in erster Linie nicht zusätzliche Aufgaben aufdrängen, sondern ihn entlasten, indem viele Themen von den Schülern im Unterricht “online” mit Hilfe dieser Webseite selbstständig bearbeitet werden können!


Making of IT-online (4)

2. September 2009 um 12:19 Uhr

IT-online als Linksammlung auch für das Internet!

Hinsichtlich der Copyright-Probleme hat sich die Lage inzwischen deutlich entspannt.

An erster Stelle ist natürlich Wikipedia zu nennen!

Dann aber auch flickr. Dort findet man heute knapp 120 Millionen Fotos (sehr unterschiedlicher Qualität) unter einer Creative Commons Lizenz, die man auf einer Webseite (bedenkenlos?) benutzen dürfte. Da ist viel Interessantes dabei … man muss es nur finden!

Ähnliches gilt vermutlich auch für YouTube … aber so weit bin ich noch nicht!

Entscheidend für IT-online war aber die Unterstützung von Seiten der Hochschulen. Dort gibt es vor allem im Bereich der (motivierenden) Anfängervorlesungen eine Fülle von hervorragenden sehr anschaulichen Materialien, die besser und aktueller sind als das was in noch so neuen Lehrbüchern zu finden sein kann!

An dieser Stelle möchte ich mich daher bei allen Dozenten, die ich als Unterstützer gewinnen konnte, noch einmal ganz herzlich bedanken … und mich bei denen entschuldigen, die IT-online gerne unterstützen würden aber noch nicht gefragt wurden, weil ich ihre Materialien im Internet bisher noch nicht gefunden habe …

Ohne die Comics/Karikaturen von Ritsch & Renn und Klaus Stuttmann wäre IT-online nicht das, was es ist. Im Intranet meiner Schule war als willkommene Auflockerung auch Uli Stein vertreten … im Internet wurde mir diese Nutzung aber strikt untersagt!

Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Künstler, Organisationen und Firmen, die Material für IT-online zur Verfügung gestellt haben!

Aus den nach dem Umzug in’s Internet verbliebenen 130 Materialien sind so inzwischen wieder weit über 4000 Bilder und Texte geworden.

Dies hat naturgemäß zu gravierenden Strukturveränderungen auf fast allen Seiten geführt. Dieser Prozess ist bei weitem noch nicht abgeschlossen … und ich bitte, die noch verbliebenen Lücken, Brüche und Ungereimtheiten zu entschuldigen …