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Wissenschaftliche Arbeit vs. Plagiat
Plagiatsaffäre um Doktorarbeit - Gutachten: Guttenberg hat absichtlich abgeschrieben - Job & Karriere - sueddeutsche.deFoto: FlickrCC / Alberto Novi
Plagiatsaffäre: FDP-Politikerin Koch-Mehrin tritt zurück « DiePresse.comDr. Petra Sitte, MdB: Wir brauchen ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert, ein Recht für Urheber und NutzerDie Affäre Guttenberg ist hier in mehrfacher Hinsicht von Interesse
- Suchen und Finden im Internet
Nach Wikipedia ist ein Plagiat "die Vorlage fremden geistigen Eigentums bzw. eines fremden Werkes als eigenes Werk oder als Teil eines eigenen Werkes. Dies kann sich auf eine wortwörtliche Übernahme, eine Bearbeitung, oder auch die Darstellung von Ideen oder Argumenten beziehen."Ein "dummes Plagiat" besteht aus einer nicht kenntlich gemachten Übernahme wörtlicher Teilsätze bis hin zu ganzen Textpassagen. Solche Plagiate lassen sich mit aktuellen fehlertoleranten Suchfunktionen à la Google für das Internet (WWW), Google Bücher für viele veröffentlichte Bücher oder Google Scholar für wissenschaftliche Veröffentlichungen bis hin zu ganzen Bibliotheksbeständen schon relativ einfach aufspüren.
- Wikis laden zum Mitmachen ein
"Intelligentere Plagiate", die aus der Übernahme von (nicht wörtlichen) Ideen und Argumenten bestehen, sind wesentlich schwieriger aufzuspüren. Meines Wissens sind die bisherigen Suchalgorithmen (KI) noch nicht in der Lage, Texte wirklich zu verstehen... Dies gilt um so mehr, wenn das fremde Werk in einer anderen Sprache geschrieben wurde. Die Ergebnisse maschineller (Google-)Übersetzungen sind wohl allgemein bekannt und berüchtigt...Hier hilft z.Zt. nur die "Schwarmintelligenz" - viele Augen sehen mehr... viele Köpfe wissen mehr. Das GuttenPlag Wiki hat dies in überzeugender Weise unter Beweis gestellt.
- Dynamische Inhalte attraktiv aufbereiten
Das Web 2.0 bietet offene Programmierschnittstellen und Webservices und ermöglicht so die unterschiedlichsten Darstellungen auch von sich dynamisch ändernden Inhalten (Mashups). Bekanntestes Beispiel sind wohl die vielen Seiten, die Google-Maps in Verbindung mit eigenen Markierungen oder anderen zusätzlichen Einblendungen nutzen. Der Interaktive Guttenberg Report ist ein weiteres hervorragendes Beispiel solcher Techniken. - Das Web 2.0 ist ein Mitmachweb
Nicht nur in Wikis können Besucher mitmachen. Das World Wide Web bietet ein Fülle von Möglichkeiten, sich einzumischen. Außer den - fast überall möglichen - Kommentaren gibt es Petitionen und Appelle, die man unterzeichnen kann, soziale Netzwerke, in denen man seine Meinung sagen oder auch nur eine Bewertung abgeben kann... und auch Aufrufe, sich an diversen Aktivitäten (Demonstrationen, Flashmobs...) zu beteiligen.Die Causa Guttenberg ist ein offener Brief von Doktoranden an die Bundeskanzlerin vom 24. Februar 2011, der auch über das Internet mitunterzeichnet werden konnte und bisher von weit über 60.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet wurde (Anfang März 2011).
Dem gegenüber steht die Facebook-Seite Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg, auf der schon über 400.000 mal "gefällt mir" angeklickt wurde.
Über Sinn und Nutzen dieser Aktivitäten läßt sich anhand dieser Beispiele trefflich streiten...
- Bedeutung von Copyright/Urheberrecht
Die vielen Guttenberg-Fans sehen das mit dem Copyright nicht so eng. Man kopiert ja auch CDs (Programme, Spiele, Musik, Videos...) und man kopiert Referate aus dem Internet (Wikipedia). Was soll's?!Welchen Sinn macht das Copyright/Urheberrecht eigentlich noch im Zeitalter des Internets?
- Suchen und Finden im Internet
Initiativen für eine bessere Welt
Foto: FlickrCC / Brave New Films
Michael Moore: I was the most hated man in America | Books | The GuardianIm World Wide Web gibt es viele Möglichkeiten, sich einzumischen. Außer den - fast überall möglichen - Kommentaren kann man z.B. elektronische Petitionen und Appelle unterzeichnen. Soziale Netzwerke helfen, solche Aufrufe zu verbreiten und so können schnell einige 100.000 Unterschriften zusammenkommen.
Solche Aktionen haben sicher schon vielfach geholfen, Missstände aufzudecken oder dazu beigetragen, diese zu mindern oder sogar zu beseitigen. Überschätzen sollte man die Wirksamkeit eines solchen Engagements aber nicht. Ein paar elektronische Unterschriften werden niemals konkretes politisches Handeln ersetzen können... und man sollte natürlich - wie immer - aufpassen, was man da eigentlich unterschreiben soll. Dies zeigt z.B. eine ePetition, in der es um ein Verbot von Heilmitteln in der EU ging:“Ich habe über das Problem auf Internetseiten gelesen, die die Wahrheit schreiben” : netzpolitik.orgErzeugercode-Prüfer: Handy-Anwendung soll Dioxin-Eier aufspüren - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - NetzweltIKT und Internet machen's möglich: Weltweite Unterschriftensammlung gegen den Bau einer dritten Startbahn für den britischen Flughafen Heathrow







































Sieht lustig aus, wie in Kindertagen,
Hoffentlich fliegen nur Federn