Infrarot – Falschfarbendarstellung
Man erhält dann eine sog. Falschfarbendarstellung.
Für Aufnahmen im Infrarotbereich gibt es vielfältige nützliche Anwendungen:
- Bauthermografie: Das Wärmebild eines Hauses (im Winter) zeigt an, wo die meiste Wärme entweicht (schlechte Wärmedämmung).
- Naturschutz: Aufspüren von Wildtieren auf landwirtschaftlichen Wiesen, die sonst zu Tausenden der Mahd zum Opfer fallen würden.
- Nachtaufnahmen: Das Leben nachtaktiver Tiere läßt sich am besten durch Infrarotaufnahmen dokumentieren. Reicht die natürliche Wärmestrahlung nicht aus, kann man mit einem Infrarotscheinwerfer nachhelfen.
- Satellitenbilder im IR-Bereich: Satellitenbilder von der Erde werden auf der Tag- und Nachtseite aufgenommen. Besondere Bedeutung für die Wettervorhersage haben Infrarotaufnahmen. Hierbei werden die Farben anders zugeordnet: Rot bedeutet 'kalte Wolken', da diese mit größerer Wahrscheinlichkeit Regen bringen werden.
- Nachtsichtgeräte: Infrarotkameras und -scheinwerfer für viele zivile, polizeiliche und militärische Einsatzbereiche.
Gute digitale Kameras haben Sensoren, die auch die Infrarotstrahlung wahrnehmen können - und das funktioniert auch nachts bei völliger Dunkelheit. Da Wärmestrahlung aber keine Farbe hat, stellt sich die Frage, wie die Kamera sie darstellen soll.
Die einfachste Lösung ist wie bei einer Schwarz-Weiß-Aufnahme:
- viel Strahlung (warm): helle Fläche
- wenig Strahlung (kalt): dunkle Fläche
Oder man benutzt die bekannten Regenbogenfarben:
- viel Strahlung (warm): orange bis rot
- wenig Strahlung (kalt): blau bis violett
Die (Informations)Technik hilft uns aber, Unsichtbares anschaulich (sichtbar) zu machen:
- Ein Thermometer macht die Temperatur 'sichtbar'.
- Eine Uhr macht die Zeit sichtbar.
- Eine Röntgenaufnahme macht die Knochen sichtbar...
Der Mensch kann diese angrenzenden Strahlungen zwar nicht sehen, er nimmt sie aber doch wahr. Die Infrarotstahlung empfinden wir als Wärme auf der Haut, die UV-Strahlung ist u.a. für den Sonnenbrand verantwortlich.
Licht - in allen Farben - ist eine elektromagnetische Strahlung. Dieses sichtbare Licht ist nur ein kleiner Bereich des ganzen elektomagnetischen Spektrums. Am oberen Rand eines Regenbogens erkennen wir ein dunkles Rot, aber hier schließt sich die Infrarotstrahlung (IR-Strahlung) an, die unser Auge nicht mehr wahrnehmen kann. Auf der unteren Seite des Regenbogens ist bei violett Schluss, hier folgt aber die Ultraviolettstrahlung (UV-Licht). Es gibt Tiere, die auch im Ultraviolett- und andere, die im Infrarotbereich sehen können.
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