Kindesmissbrauch ist zweifellos ein Problem, dem die Regierung mehr Aufmerksamkeit schenken sollte
Kindesmissbrauch ist zweifellos ein Problem, dem die Regierung mehr Aufmerksamkeit schenken sollte, um die Kinder besser zu schützen und die Verbreitung von Kinderpornografie zumindest zu erschweren.
Die Internetzensur erscheint hierfür aber kein geeignetes Mittel zu sein. Nach Ansicht fast aller Experten können die DNS-Sperren mit wenig Aufwand umgangen werden und sind daher weitgehend wirkungslos.
Politisch stellt die nun eingeführte Internetzensur aber eine Gefahr für die Grundrechte dar: Die Existenz einer nicht öffentlichen Zensurliste erscheint unvereinbar mit den Geboten der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit.
Die Befürchtungen von Kritikern wurden durch die von WikiLeaks seit 2008 veröffentlichten Internet-Sperrlisten (etwa von Dänemark, Finnland, Norwegen, Italien und Australien) noch weit in den Schatten gestellt: Z.B. waren in der finnischen Zensurliste nur 1% der Einträge korrekt!
Dies wird auch durch jüngste Berichte aus England und Amerika bestätigt: In den USA wurden durch ein entsprechendes Verfahren gerade (Feb/2011) 84.000 Webseiten "versehentlich" geschlossen.



